Gemeinschaftspraxis
Dr. Rossa & Partner
Mundenheimer Strasse 251
67061 Ludwigshafen
Implantate bieten Ihnen bissfeste Lebensqualität
Weitere Infomationen über unsere Zahnarztpraxis finden Sie hier:
HP :: Zahnärzte für Implantologie
Müssen implantat-prothetische Versorgungen unbezahlbar sein?
Ein praxiserprobter Lösungsansatz von Martin Rossa.
Ende des Jahres 2004 und zu Beginn des Jahres 2005 wurde uns von allen - wie es
heute so schön heißt - Opinion Leadern für das Jahr 2005 eine implantologische
Götterdämmerung, ein implantologisches Boomjahr prophezeit. Sowohl die Mehrzahl
unserer implantologischen Verbände als auch die Fachpresse wie auch (welch Wunder)
die Hersteller und Vertreiber von Implantatsystemen- und zubehör sahen durch die
Bezuschussung implantat-prothetischer Versorgungen durch die gesetzlichen
Krankenkassen im Rahmen des Festzuschußsystems eine deutliche Erhöhung der
inkorporierten Zahnimplantate für das vergangene Jahr voraus.
Wie war das Jahr 2005?
War das Jahr 2005 ein implantat-prothetisches Boomjahr?
Wenn man den Veröffentlichungen der Fachpresse, den Statements der KZBV und der
Zahntechnikerverbände und den Erzählungen von Dentaldepotvertretern und
Steuerberatern Glauben schenken darf, war das abgelaufene Jahr 2005 eines der größten
Krisenjahre der (wirtschaftlichen) Geschichte der Zahnheilkunde. Da auch die Stimmung
auf den implantologischen Kongressen Ende 2005 keine bedingungslose
Champagnerlaune war und die Schalmeienklänge der Implantathersteller über das
Boomjahr 2005 ausblieben, sind offensichtlich die boomenden Wachstumsdiagnosen der
implantatprothetischen Versorgungen (leider auch) ausgeblieben.
Woran kann das liegen?
Die zahnärztliche Implantologie entwickelt sich rasant. Der medizin-technische und
operations-technische Fortschritt ist fast grenzenlos. Ungezählte neue Implantatsysteme
mit beispiellosen Vorteilen drängen auf den Markt. (Fast) jeder Implantathersteller bietet
vollständige Produktserien von dem Chirurgiemotor, über Osteotome, Implantate bis zu
Laborteilen an, wie ein Kollege anlässlich einer Produktpräsentation einmal sagte, (fast)
selbstimplantierend. Zirkondioxid als Abutment-, wenn nicht schon als Implantatwerkstoff
ist allgegenwärtig. Minimal-invasive Sinusliftmethoden, jetzt ballonassistiert, lassen die
Sinusbodenelevation extrem atraumatisch werden. Die Piezosurgery-Geräte und -OPTechniken
machen das Bone-Spreading und -splitting und die Block-Transplantationen
zum Kinderspiel werden. 3-D-Implantatplanungs- und -Insertionsprogramme können
langjährige Operationsroutine entbehrlich machen.
Unseren wunderbaren Fortschritt betten wir heutzutage natürlich in die entsprechende
Umgebung, in von Hollywooddesignern entworfene Praxen, in fließende Formen, mit
Sonnenbaden und Whirl-Pool vor und Massage nach der Behandlung, Entschuldigung -
Verschönerung.
Das High-end-Produkt "Teeth-in-one-hour" trendy dargeboten in der Wellness-Oase
"dental competence center".
Warum stellt sich der prophezeite Boom nicht ein?
Unser implantat-prothetisches Angebot nähert sich der Perfektion, sowohl medizintechnisch
als auch von der Seite des Patientenservices her. Unzweifelhaft besteht auf der
Patientenseite auch ein erheblicher Versorgungsbedarf. Mehrfach wurde schon von
renommierten Autoren nachgerechnet, dass nur ein Bruchteil der mit Zahnersatz zu
versorgenden Zahnlücken mit Zahnimplantaten versorgt werden, obwohl diese die
medizinisch beste Versorgung dafür sind.
Warum also stellt sich der prophezeite Boom nicht ein?
Kann es sein, dass die Welt unserer Hochglanzmagazine, das Spiegelbild unserer
Wünsche und Träume, nicht mit der Realität unseres Praxisalltages übereinstimmt?
Kann es sein, dass sich unsere implantat-prothetischen Konzepte zunehmend mit sich
selbst beschäftigen?
Kann es sein, dass sich unsere Leistungen zunehmend von den Problemen unserer
Patienten und Überweiser wegbewegen?
In der folgenden Artikelserie versucht der Autor, die raue Wirklichkeit seiner
implantologischen Tätigkeit aus der Sicht des Praktikers zu beleuchten und einige
praxisbewährte Konzepte vorzustellen, die jeder Kollege sofort in seine Praxis integrieren
kann.
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